PrüfungsverlaufDie Platzreife-Prüfung nach den Bestimmungen des "Förderverein Deutscher Golfsport e.V. (FDG) gliedert sich auf in eine theoretische und praktische Prüfung.
Theorie![]() Die ausgebildeten Golflehrer der einzelnen Golfschulen unterrichten während des Praxisunterrichts ständig die Theorie und Etikette des Golfsports. Die Teilnehmer müssen dadurch nicht an zusätzlichen Regelabenden teilnehmen.
Die Verbandsordnung des DGV (Regelbuch/ Standard- und Vorgabesystem/ Spiel- und Wettspielordnung sowie persönliche Aufzeichnungen) dürfen als Hilfsmittel nicht verwendet werden.
13 Etiketten und 13 Regelfragen müssen vom Teilnehmer richtig beantwortet werden, ansonsten wird die Theorieprüfung als nicht bestanden gewertet.
PraxisDie praktische Prüfung ist in verschiedene Teilbereiche unterteilt, damit die einzelnen Spielfähigkeiten auch entsprechend bewertet werden können.
Wir prüfen:
I. Fertigkeiten auf der Driving Range Übungsanlage Driving-Range/ Putten/Chippen und voller Schwung
Eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten wird jedem Prüfungsteilnehmer eingeräumt.
Putten
Bei dieser Übung darf nur der Putter benutzt werden.
Chippen Aus einer Entfernung von ca. 22 m zum Fahnenloch müssen 5 Annäherungsschläge plaziert werden:
Voller Schwung 5 Drivingrange-Bälle müssen wie folgt plaziert werden:
Für das Erreichen des Ziels werden jeweils 2 Punkte dem Prüfungskonto gutgeschrieben. Der Teilnehmer muß insgesamt für den Modus nach Stableford mindestens 30 Punkte erzielen, damit die praktische Prüfung als bestanden gewertet werden kann.
II: Prüfung auf dem GolfplatzA: Spielgeschwindigkeit (QuickGame Modus)
Für das erfolgreiche bestehen des „QuickGame Modus“ müssen die Richtlinien bezüglich Spielgeschwindigkeit erfüllt + der Theorie-Test bestanden werden. Ein zweimaliges Spielen mit dem Golflehrer auf dem Platz sind Voraussetzungen dazu.
QuickGame Modus Der Schwerpunkt des QuickGame Modus liegt auf der Einhaltung der Spielgeschwindig-keit und der Etikette auf dem Golfplatz.
Die Spieler gehen nach jedem Schlag mindestens ca. 100 m auf dem Fairway vorwärts oder spielen den Ball, der weiter als 100 m liegt. An der 100 Metermarke spielen alle Kursteilnehmer von einer Linie Richtung Fahne. Bälle werden ausschließlich vom Fairway gespielt. Vor dem Green wird ein Chip und auf dem Green werden maximal 2 Putts gespielt. Ziel dieser Spielform ist es, den Einsteiger gemäß seiner Trainingserfahrungen an die Sportart „Golf“ heranzuführen. Die Kriterien sind hierbei allein die Spielgeschwindigkeit und die Einhaltung des QuickGame Modus:
Einzelspieler für 9-Löcher max. 90 Min.
Teilnehmende deutsche Golfclubs können bei einem Etiketteverstoß bzw. bei Nichteinhaltung der Zeitlimits die Gastspieler vom Weiterspielen jederzeit ausschließen. Darüber werden die Kursteilnehmer in den Grundkursen ausführlich informiert.
B) Spielfähigkeiten (nach Stableford).
Einzelspieler für 9-Löcher max. 90 Min., 2er -fligt max. 105 Min.. Wird in Dreier-Gruppen (3er-flights) gespielt, so stehen für 9 Löcher 120 Minuten zur Verfügung. Bei Vierer-Gruppen (4er-flights) stehen 135 Minuten zur Verfügung.
Erfolgt ein Regel- oder Etikettenverstoß, so gilt der praktische Teil der Prüfung als nicht bestanden. Es werden die besten 6-Löcher eines jeden Teilnehmers gewertet. Es müssen mindestens 4 Punkte erspielt werden.
Die einzelnen Prüfungen (Theorie und Praxis) können innerhalb eines Jahres jederzeit beliebig oft in den angeschlossenen Golfschulen wiederholt werden. Nach einem Jahr verfällt der bestandene Teil der Prüfung (Praxis und/oder Theorie). Ein Widerspruch gegen die Prüfung kann ausschließlich am Tag der Prüfung beim verantwortlichen Golflehrer vor Ort erfolgen.
VorgabenbestimmungenInnerhalb eines Handicaps von 54-37 bezeichnet man einen Spieler als Platzerlaubnis-(PE)-Spieler. Der Vorteil dieser Handicap-Regelung (höher als 36 - Beginn der üblichen Handicap-Vorgabe) liegt darin, daß der Spieler seine Entwicklung miterleben kann.
Bei einer bestandenen Prüfung und bei gleichzeitigem Eintritt in einen Golfclub, wird ein Anfänger mit Handicaps 54 eingestuft.
Ein Anfänger darf grundsätzlich mit einer Bestätigung einer erfolgreich abgelegten Prüfung nicht auf Golfplätzen spielen. Hierzu ist zusätzlich eine Mitgliedschaft in einem Golfclub erforderlich, wodurch ein Mitgliedsausweis ausgestellt wird, der u.a. auch die Spielstärke ausweist
Innerhalb der Handicap-Regelung 54- 37 kann sich ein Spieler in Privatrunden verbessern. Wichtig: Derjenige Spieler, der das auf der Scorekarte bestätigt, muß ein Handicap von 28 oder besser besitzen.
Das Handicap 36 kann nur in offiziellen Turnieren (vorgabewirksame Turniere) erspielt und heruntergespielt werden.
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